Toni Impekoven

Toni Impekoven (eigentlich Anton Impekoven) wurde am 21. Juni 1881 in Köln geboren. Er begann seine Theaterlaufbahn in der preußischen Provinz. Er arbeitete an Ernst von Wolzogens berühmtem Berliner „Überbrettl“. 1904 wechselte er als jugendlicher Komiker an das neu gegründete Berliner Lustspielhaus, an dem er auch als Regisseur und Bühnenausstatter tätig war. Der bunte Possen- und Schwankspielplan des Berliner Theaters brachte ihn auf den Gedanken, sich selbst als Autor zu versuchen. Als Impekoven 1914 nach einem kurzen Zwischenspiel am Berliner Theater am Schiffbauerdamm nach Frankfurt übersiedelte, hatte er bereits vier Possen geschrieben: „Narrenstreich“ (1909), „Die grüne Neune“ (1911), „Hochherrschaftliche Wohnungen“ (1913) und „Alles klappt“ (1914).

1914 wurde Impekoven an das Schauspielhaus des Frankfurter Stadttheaters engagiert. Dort traf er auf den Journalisten Carl Mathern, der sich auch schon als Bühnenautor versucht hatte. Die beiden Autoren schlossen sich zu einer florierenden Schwankfirma zusammen und brachten gemeinsam eine Fülle von Stücken auf den Markt: „Hamlet in Krähwinkel“ (1924), „Otto der Treue“ (1925), „Der doppelte Moritz“ (1926) und „Die silbernen Löffel“ (1940).

Doch das war nicht alles: Beide schrieben außerdem mit anderen Partnern, Impekoven etwa mit Paul Verhoeven, mit dem er das Lustspiel „Liebe in Not“ und das Buch zum musikalischen Lustspiel von Edmund Nick „Das kleine Hofkonzert“ (1935) herausbrachte.

Impekoven blieb dem Frankfurter Theater treu: als Schauspieler, als Regisseur, schließlich auch in der Spielzeit 1945/46 als erste Nachkriegs-Intendant. Er starb am 6. Mai 1947 in Sprendlingen und hinterließ 31, allein oder mit Mitarbeitern verfasste, Schwänke, Possen und Lustspiele.

Inszenierungen der Jungen Oberwerrner Bühne

2013   –   Otto der Treue (JOB-32)

Informationsquellen

de.wikipedia.org/wiki/Toni_Impekoven